Für viele pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen könnte die geplante Pflegereform ab Januar 2027 spürbare Folgen haben. Nach dem Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz sollen die Schwellenwerte für die Pflegegrade 1 bis 3 angehoben werden. Das bedeutet: Wer künftig erstmals einen Pflegegrad beantragt oder eine Höherstufung erreichen möchte, muss voraussichtlich mehr Punkte in der Begutachtung erreichen als bisher. Der Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung könnte damit deutlich schwieriger werden.
Genau deshalb ist es wichtig, nicht abzuwarten. Denn ein Pflegebedarf entsteht selten plötzlich. Häufig entwickelt er sich schleichend: Wege fallen schwerer, Körperpflege wird zur Belastung, Medikamente müssen überwacht werden, Termine können nicht mehr allein organisiert werden oder Angehörige übernehmen immer mehr Aufgaben im Alltag. Viele Familien gewöhnen sich an diese Unterstützung, ohne zu erkennen, dass längst ein Anspruch auf einen Pflegegrad oder eine Höherstufung bestehen könnte.
Wer erst nach Inkrafttreten der neuen Regelungen handelt, läuft Gefahr, unter strengeren Voraussetzungen geprüft zu werden. Gerade bei Menschen, deren Pflegebedarf heute schon besteht oder sich zuletzt verschlechtert hat, kann eine frühzeitige Überprüfung daher entscheidend sein. Es geht nicht darum, vorschnell einen Antrag zu stellen, sondern darum, den tatsächlichen Unterstützungsbedarf fachlich einschätzen zu lassen, bevor mögliche neue Hürden gelten.
Zwar ist vorgesehen, bereits bestehende Pflegegrade abzusichern. Für Neuanträge und Höherstufungen kann die geplante Reform jedoch besonders relevant werden. Nach aktuellem Stand soll das Pflegeneuordnungsgesetz zum1. Januar 2027 in Kraft treten; der Gesetzgebungsprozess läuft noch, Änderungen sind weiterhin möglich.
Betroffene sollten diese Zeit deshalb nutzen. Wer unsicher ist, ob ein Pflegegrad möglich ist, oder wer das Gefühl hat, dass der aktuelle Pflegegrad nicht mehr zur tatsächlichen Situation passt, sollte seinen Anspruch jetzt prüfen lassen.
Das Team von meine-pflegeberatung.de unterstützt dabei, den Pflegebedarf realistisch einzuschätzen, mögliche Ansprüche zu erkennen und Betroffene auf dem Weg zur Antragstellung oder Höherstufung fachkundig zu begleiten. Gerade vor dem Hintergrund der geplanten Reform kann eine professionelle Prüfung helfen, wertvolle Leistungen nicht zu verschenken.
Unser Rat: Warten Sie nicht, bis neue Regeln gelten. Wenn bereits heute Pflegebedarf besteht oder sich der Gesundheitszustand verschlechtert hat, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Überprüfung des Pflegegrades.